Hinter den Kulissen
Werkstatt-
Einblick
Ton. Feuer. Glasur. So entsteht Keramik im Sunset Shore Atelier.
Hinter den Kulissen
Ton. Feuer. Glasur. So entsteht Keramik im Sunset Shore Atelier.
Der Raum
Das Atelier in der Lößnitzgrundstraße ist ein heller, ruhiger Arbeitsraum. Töpferscheiben, Werkzeuge und der Brennofen stehen bereit. An den Wänden trocknen frische Stücke. Der Geruch von feuchtem Ton liegt in der Luft.
In diesem Raum wird gearbeitet. Nicht präsentiert, nicht inszeniert. Wer das Atelier besucht, tritt in eine echte Werkstatt ein.
Werkzeuge & Materialien
Dreh- und Anziehpunkt des Ateliers. Auf der elektrischen Scheibe entstehen runde Gefäße. Die Technik des Scheibenziehens erfordert Übung und Gefühl – beides entwickelt sich mit der Zeit.
Ein elektrischer Kammerofen ermöglicht Temperaturen von bis zu 1260 Grad Celsius. Schrühbrand und Glattbrand verwandeln weichen Ton in dauerhaftes Steinzeug. Jeder Brand dauert rund 10 Stunden.
Das Atelier arbeitet mit selbst angesetzten und geprüften Glasuren. Matte, seidenmatte und glänzende Oberflächen. Erdtöne, Blautöne und transparente Effekte. Die Auswahl wächst mit jedem Jahr.
Das Atelier verwendet Steinzeugton aus europäischer Produktion. Weiß brennend, chamottiert und fein – je nach geplantem Stück. Chamottierter Ton verleiht groben Texturen ihre charakteristische Rauheit.
Besonderes
Das Öffnen des Brennofens nach dem Glattbrand ist ein Moment voller Spannung. Glasuren verändern sich unter Hitze in Wege, die nicht vollständig vorhersehbar sind. Manchmal entstehen dabei überraschende Effekte.
Diese Unvorhersehbarkeit ist kein Fehler des Prozesses. Sie ist sein Wesen. Kein computergesteuertes Verfahren erzeugt dieselben Oberflächen wie ein handgebranntes Stück.
Wussten Sie?
Beim Glattbrand schrumpft Ton um rund 10–15 Prozent. Die Form muss das beim Aufbau berücksichtigen.
Brenntemperatur
Steinzeug wird bei 1220–1260 °C gebrannt. Bei dieser Temperatur verglast der Ton und wird wasserdicht.
Besuche im Atelier sind nach Vereinbarung möglich. Wer das Atelier kennenlernen möchte, bevor er einen Workshop bucht, ist herzlich eingeladen vorbeizuschauen.